Der Mond
Der Mond hat seit eh und je die Menschen in seinen Bann gezogen. Viele Mythen ranken sich um Vampire, Geister und Werwölfe, die in (Voll-) Mondnächten ihr Unwesen treiben. Auch werden in fast allen Kulturen der alten und neuen Welt dem Mond/der Mondin Gottheiten zugeordnet. Selbst der biblische Name Jesus bedeutet in der Ur-Übersetzung "Mond-Mann", was auf seine Herkunft von der Mond-Jungfrau Maria als Mutter zurückzuführen ist. Der vorislamische Allah hat seinen Ursprung in der Muttergöttin Al-Lat. Allah transformierte dann zu einem männlichen Gott und wurde zur Mondgottheit. Interessant ist zu sehen, dass quer durch die verschieden Kulturen der Mond sowohl männlich als auch weiblich ist. Auffällig dabei ist: Handelt es sich um eine weibliche Göttin, ist sie in der jeweiligen Mythologie ranghöher als ein vergleichbarer männlicher Gott.
Die drei Phasen des Mondes zeigen sich in vielfältiger Deutung als die dreifaltige Mondgöttin: - Jungfrau, zunehmender Mond, analog Frühjahr oder Morgen, - Mutter , Vollmond, analog Sommer oder Mittag, - Greisin, abnehmender Mond, anlog Herbst oder Abend, Während des Neumondes ist sie die Herrscherin der Unterwelt, ehe sie verjüngt einen weiteren Zyklus aufnimmt. Namen und Herkunft der verschiedener Mondgottheiten
Ägypten: Thoth Der ägyptische Mondgott ist der Gott der Weisheit und der Wissenschaften, Beschützer der Schreiber. Ihm wird die Erfindung der Hieroglyphen zugeschrieben.
Ägypten: Isis Die ägyptische Göttin Isis trägt einen sichelförmigen Kopfschmuck, in der sich der Vollmond befindet. Sie ist auch die Göttin der Fruchtbarkeit, der Magie und der Erneuerung.
Arabien: Manat Im vorislamischen Arabien, bei den Kuraishiten, war Manat die Mondgöttin, Göttin des Schicksals und Göttin des Abendsterns.
Arabien: Fatima Fatima ist die arabische Mondgöttin, ihr Name bedeutet Schöpferin. Sie steht auch für die Kraft des Schicksals, die Schöpferkraft und ist die große Mutter.
Skythen: Artimpaasa Im vorislamisches Arabien war Artimpaasa eine bekannte Mondgöttinbei den Skythen. Persien: Mah Der altiranische Gott des Mondes ist Mah, Schutzgott, der zu den Yazata-Göttern gehört. Der siebte Tag des Monats ist Mah geweiht. Kelten: Belisana Belisana war eine der Mondgöttinnen bei den Kelten. Sie galt als Erfinderin der Künste.
Kelten: Cerridwen Sie ist die keltische Göttin des Neumondes, dargestellt mit Kessel und weißer Sau. Sie ist zuständig für Weissagung, Zaubersprüche und den Tod. Kelten: Arianrhod Diese keltische Mondgöttin verkörpert den Vollmond, sie trägt silberne Kleidung und hält ein silbernes Rad in der Hand. Sie ist auch die keltische Göttin der Weissagung.
Nordische Mythologie: Freya Im Norden Europas ist Freya die größte Muttergöttin und Stammmutter. Sie verkörpert die Liebe, die Fruchtbarkeit, ist als dreifaltige Mondgöttin Jungfrau, Mutter und Himmelskönigin.
Germanische Mythologie: Mani Wie der Name (Mani= Mond) schon sagt, ist er der Mondgott und Personifikation des Mondes und Bruder der Sonnengöttin Sol. Manis Begleiter sind die zwei Kinder des Wildfinn, Bil (?die abnehmende?) und Hjuki (?der zunehmende?). Zusammen sind sie die drei Mondphasen. Der heutige Montag (germanisch: manatac, althochdeutsch Mondtag)ist nach Mani benannt.
Römer: Luna. Mondgöttin, Göttin der freien Künste, die Erfinderin der Musik und der Poesie. Luna ist auch Schutzgöttin der Wagenlenker. Der zweite Wochentag hieß nach der Göttin Luna bei den Römern "dies Lunae". Auch in modernen Sprachen ist dieser Wortstamm erhalten geblieben: "Lunedi" (italienisch) und "Lundi" (französisch).
Römer: Minerva Sie war bei den Römern Mondgöttin, jungfräuliche Göttin der Künste und Fertigkeiten, Weisheiten und Wissenschaften und als solche auch die Schutzgöttin der Handwerker, Ärzte, Lehrer und Künstler.
Römer: Diana ist Mondgöttin, Göttin der Jagd, Schutzgöttin der Frauen, der Geburt und der Heilkraft. Später wurde sie auch Königin der Hexen. Der Diana-Kult war in Europa vor der Christianisierung weit verbreitet.
Griechen: Selene Die griechische Mondgöttin und Schutzgöttin der Zauberkunst. Die Zusammenhänge von Mondphasen, Menstruation und Geburt machen sie auch zur Geburtsgöttin.
Griechen: Io In früher Zeit war sie bei den Griechen eine Mondgöttin, die man sich gehörnt vorstellte.
Griechen: Artemis Sie war die griechische Göttin der Fruchtbarkeit, die ewig jungfräuliche Mondgöttin, Göttin der Jagd und Herrin der Tiere. Artemis war auch Beschützerin der jungfräulichen Mädchen, bis diese das heiratsfähige Alter erreichten.
Analogien des Mondes
Entsprechungen: Weiblichkeit, Emotionen, Intuition, Empfängnis
Wochentag: Montag
Zahlen: 9 oder 3 Metall: Silber
Farbe: Hellblau, grau und weiß Tierkreiszeichen: Krebs
Element: Wasser
Edelsteine: Mondstein und Perle Aromalampe: Eisenkraut, Sandelholz, Rosenholz und Zeder Räucherungen und Räucherstäbchen: Ylang, Jasmin, balsamisch dunkles Labdanum und Patchoulikraut
Pflanze: Damiana, Alraune, Mandel, Patchouli, Rose, Jasmin Baum: alle Wasserpflanzen, Weide Tier: Hase, Katze, Wolf, Frosch, Eule, Kuh Engel: Gabriel
Magische Rituale für die sich der Mond eignet: Hellsehen, Traumarbeit, Sexualmagie, Partnerschaftsmagie