Elben

Da die Elben eine Verwechlung in der Literatur sind und die meisten sie seit Herr der Ringe kennen, hab ich mir gedacht - dann stell gleich eins von denen rein, damit auch alle wissen wovon ich rede ;)
Elben oder Elfen, zuweilen auch Alben genannt, gehören zu den älstesten Rassen die noch existieren. Ihre Heimat haben sie in den größeren Wäldern. Sie leben zusammen in Sippen in völliger Harmonie zueinander und im Einklang mit der Natur. Sie meiden normalerweise alle anderen Rassen und leben in Zurückgezogenheit. Hin und wieder werden zwar einzelne oder mehrere Elben von ihrer Sippe in die Welt gesand doch werden Elben trotzdem ein relativ seltener Anblick bleiben. Um ihnen einen guten Einblick in die elbische Rasse zu gewähren,... müssen wir hin und wieder einen Blick auf eines der größten Merkmale riskieren, welches die Elben umgibt: Auf ihre Geheimnisse.
"Und sagen die Weisen nicht, daß der Schlaf der kleine Bruder des Todes ist? So kennen die unsterblichen Elben auch den Schlaf nicht."
Nicht ganz zu unrecht gibt es um Schlaf und Sterblichkeit der Elfen so viele Geheimnisse. Auch die Elfen selbst können keine genaue Angaben über die Lebensspanne eines Elfen machen. Manche von ihnen durchleben die wenigen Jahrzehnte eines Menschenlebens, andere werden etliche hundert Jahre alt, und einige wenige, die sich sehr von der Welt zurückgezogen haben, scheinen schon seit Jahrtausende zu leben. Am wahrscheinlichsten erscheint es, daß die Lebensdauer eines Elfen mit dessen Lebensinhalt zusammenhängt. Wenn ein Elf fühlt, daß er seinen Lebenszweck erfüllt hat, nimmt er innerlich befriedigt Abschied von der Welt und welkt innerhalb von wenigen Tagen und Wochen dahin. Wie ein Künstler, der alleine beurteilen kann, wann sein Werk vollendet ist, weiß auch der Elf, daß er nun alles vollbracht ist, was ihm bestimmt war. Er fühlt keine Trauer, weil jedes weitere Tun sinnlos, ja schädlich wäre.
Hiervon abgesehen sind Elben jedoch sterbliche Lebewesen wie alle anderen auch: ein Unglück, eine Waffe, ein Gift können ihrem Leben ein Ende setzen, daß ihnen genauso wenig willkommen ist wie jedem anderen auch.
Elfen schlafen nicht regelmäßig, aber letztlich ebensoviel wie Menschen. Der kleine Schlaf zwischendurch dient nur der körperlichen Erholung. Die scharfen Sinne des Elfen, durch die er stets sprungbereit bleibt, lassen für den Laien leicht den Eindruck entstehen, daß der Elf überhaupt nicht schläft. Ebenso sicher wird der Elf aber zuweilen von dem Bedürfnis überkommen, sich für eine entsprechende Zeit in seiner Seelenkraft und seinen Träumen zu versenken. Dieser Schlaf ist so tief, daß er eher dem der Drachen und der winterschlafenden Tiere gleicht. Da der Elf während dieser Zeit sehr verwundbar ist, wird er sich in die Sicherheit seines Waldes bzw. Zuflucht zurückziehen.
"Die Elben gehören wohl zu den wundersamsten und zauberhaftesten Wesen unserer Welt. ..."
Für die meisten Menschen sind Elben schön und faszinierend. Das sie den Menschen sehr Wundersam und Fremd erscheinen hat natürlich viel mit ihrem Verhalten und Ansichtsweisen zu tun. Ein Ausdruck oder ein bestimmtes Verhalten eines elbenfremden Volkes haben ihre ganz bestimmte Bedeutungen, die aber so gut wie nutzlos zur Beurteilung der Elben sind. Aber natürlich finden die Elben den Menschen, sie nennen sie auch Rosenohren, wundersam und versuchen den Kontakt mit ihnen möglichst gering zu halten, wenn nicht sogar ganz zu meiden:
"Es fällt schwer, mit euch Rosenohren zu leben. Mit Feuer und Eisen kommt ihr, und was immer lebt, das müßt ihr seiner Freiheit berauben. Ihr versteht so wenig und ihr lebt so kurz, aber es gibt so viele von euch. Wenn man einem von euch erlaubt, sich niederzulassen, kommen hundert hinzu. Wo man einen von euch vertreibt, fallen zehn vom Himmel. Und wenn wir über den Fluß in den nächsten Wald ziehen, kommen schon eure Söhne hinterher."
Ein weiteres Geheimnis ist ihre Magie. Alle Elben sind mit einer natürlichen Magie gesegnet. Diese Seelenkraft ist in jedem Elb unterschiedlich ausgeprägt. Doch kommt es nicht vor das ein Elb nicht über diese magischen Kräfte verfügt.
Sie lernen keine "Zaubersprüche" so wie sterbliche Magier es tun, sie lernen von klein auf mit ihrer Seelenkraft umzugehen.
Hier noch ein paar elbische Weisheiten:
"Nur weil uns mehr Verstand gegeben ist als den meisten Tieren, sind wir nicht vom Zweckdenken der Natur freigestellt. Wir können nur weiter blicken als manch andere Kreatur und haben folglich mehr Verantwortung zu tragen als sie, da wir nicht nur die unmittelbaren, sondern auch die mittelbaren Folgen unserer Taten bedenken müssen. Auf keinen Fall sind wir von der Pflicht entbunden, niemals unnötig Leben zu gefährden oder gar zu vergeuden. Und wenn es die Zweckmäßigkeit erfordert, Leben gegen Leben aufzurechnen, dann müssen wir uns diesem Zwang stellen und dürfen nicht einfach die Augen davor verschließen."
"Du hältst Gefühle für Argumente, selbst in solchen Momenten, da du in aller Ruhe eine Entscheidung treffen kannst. Wenn aber einmal höchste Eile geboten ist, folgst du nicht deinen Gefühlen, die schneller Rat geben können, als der Blitz aus den Wolken fährt, sondern verfängst dich in den Schlingen deiner Gedanken..."
"Das Wesen des Menschen ist das Streben, das Wesen des Elfen ist das Sein."
Begegnungen mit Elben:
"Im Dorffe sah ich woll drey Elfen. Am schlancken Leyb trugen sie in der Farb von gruinem Schilffe schmiegsame Unhaeng ohne Aermel, mit feynem Ledergurt geschnuiret. Eynen zierthe um den Hals eyne Kette von opalisyrendem Blauwstein. Sie hatten Dolche von Cupfer oder Eysen. Es war eyn schoen Anblick, wie sie wandelten und schlichen als wie Panterkatzen."
"Nie werde ich den ersten Elben vergessen, den ich sah. Er war wunderschön, ein Wesen der Wildnis, ein Kind der reinsten Magie. Aus seinem jungen Gesicht blickten uralte Augen auf mich. Von den Schläfen hingen ihm zwei in die Haare eingeflochtene Falkenfedern, sein Jagdhemd war mit blaugrauem Fuchspelz besetzt..."
"Sie stand da, schweigsam, fast gedankenverloren, in den Augen den Stolz und die Trauer eines Volkes, das alles aufgegeben und alles verloren hat, um dort draußen zu leben."
Aberglaube der Elfen:
Menschen können alles gefangennehmen, Wesen, Dinge, selbst Gedanken: Ihre Häuser halten das Feuer gefangen; ihre Buchstaben können Worte festhalten; sie können machen, daß ihnen Hunde folgen. Elfenkinder die bei Menschen aufwachsen, verlieren ihre Seelenkraft.
Mit den Elben entstand die schönste und klügste Rasse. Sie sollten größeres Glück und tieferes Leid erfahren, unsterblich und alterlos sein, so dass sie so lange lebten wie die Erde selber. Aber ihre Körper sollten von gleicher Substanz wie die Erde sein, so dass sie im Kriege durch Feuer oder Stahl getötet werden konnten. Ihre Geister und Körper sollten aber stärker sein als die der Menschen, und nicht mit zunehmenden älter und schwächer, sondern klüger und schöner. Doch erzeugt auch das hellste und reinste Licht welches scheint, den dunkelsten Schatten...
Und somit geschah es, dass sich etwas auftat, welches eine unvorstellbare Auswirkung auf das freundlich gesinnte Elbenvolk haben sollte. Einzelne Elben wurden Eifersüchtig, denn sie erkannten nicht den Sinn der Taten den ihre Geschwister nachgingen und langsam begegneten sie ihre Brüder und Schwestern mit Hass und Verachtung. Viele die ihre Gefühle offenbarten, wurden aus ihren Sippen ausgestoßen. Und die Einsicht das sie versagt hatten, lenkte ihren tiefen Eigenhass nun noch mehr gegen ihre Geschwister.
Die Ausgestoßenen Elben verbündeten sich und lebten in dunklen und düsteren Wäldern wo ihre Herzen schwarz und ihre Gedanken düster wurden. Sie nannten sich Moriquendi, das soviel wie Dunkelelb bedeutet, denn sie fühlten sich zum Dunklen hingezogen und gaben ihre verhassten Verwandten aus ihrer Sicht eine Bezeichnung des Hohns: Calaquendi, die Lichtelben.
Seit der Zeit der Abspaltung leben die verschiedenen Elbenvölker getrennt voneinander, denn das Verhältnis zwischen Lichtelben und Dunkelelben wurde durch jahrhundertelange Feindschaft geprägt. Die Dunkelelben hassen ihre Verwandten mit einer Intensität, die nur durch ihren Selbstekel zu erklären ist. Tief in seinem Innern verachtet jeder Dunkelelb die verzerrte, bösartige Kreatur, zu der er geworden ist. Sein Hass auf seine unbefleckten Brüder wird dadurch nur noch stärker, denn es könnte kaum einen deutlicheren Hinweis auf sein eigenes Versagen geben.
Dunkelelben sind verzweifelte und selbstzerstörische Kreaturen - deshalb begegnet ihr Hass auch dem Bedauern der Lichtelben. Die Lichtelben hassen ihre Verwandten nicht, denn der Hass würde sie mit Sicherheit ebenso verzehren und korrumpieren, wie er es mit den Dunkelelben getan hat. Hass ist es, was die beiden Elbenvölker voneinander unterscheidet. Für die Dunkelelben ist der Hass alles, während die Lichtelben ihn zurückweisen und stattdessen die anderen hohen und noblen Tugenden hochhalten, die zu den größten Errungenschaften ihres Volkes zählen.
Zur Zeit der Spaltung enstanden die Lichtelben und Dunkelelben. Heutzutage gibt es vier verschiedene Elbenvölker. Die seltenen Hochelben, die den damaligen Lichtelben noch gleich kommen. Die Waldelben, die sich tiefer in die Wälder zurückgezogen haben. Die Grauelben, die den meisten Kontakt zu anderen Völker haben. Und noch zuletzt die Dunkelelben.