Feen

Fee, ein Wort, das eigentlich aus dem Französischen stammt und früher eher als "Fey" bekannt war.

Das gälische Wort für Fee ist sheehogue ( sidheóg ).
Im englischen Sprachgebrauch stand vor der Fee früher eher das Wort Elf.



Aber was sind Feen?

Die Wesen, die man als fays, fees, fairies oder Feen bezeichnet, sind keineswegs nur im westeuropäischen Kulturkreis anzutreffen.
Unter verschiedenen Namenkommen sie überall auf der Welt vor. Sie sind allerdings in Europa und Asien häufiger als in Amerika und Afrika. Die Feenvorstellung scheint einer schon ziemlich fortgeschrittenen Kulturstufe anzugehören.

Den Feen werden überall, wo sie auftreten, ähnlich Eigenschaften zugeschrieben. Sie sind klein, sehr häufig sogar winzig. Sie können sich unsichtbar machen, oft indem sie sich eine Zauberkappe aufsetzen. Sie leben meist unter der Erde in einer Furche oder unter einem Hügel oder Steinhaufen. Gewöhnlich sind sie grün gekleidet. Manchmal sind auch ihre Haare und Kleider grün.

Viele Theorien sind über den Ursprung der Feenvorstellung entwickelt worden. Gemäß einer dieser Theorien erwächst der Feenglaube aus der Erinnerung an die ursprünglichen Einwohner eines Landes, die von später einwandernden Völkern erobert und unterwurfen wurden.

Überlebende des unterworfenen Volkes irren durch die Gebirge, verstecken sich in Höhlen und versuchen sich an den Eroberern zu rächen. Solche Versprengte pflegten natürlich bei Nacht zu operieren und sich heimlich und getarnt zu bewegen, und dies führt durch Übertreibung dann dazu, in ihnen übernatürliche Wesne zu sehen.

Eine weitere Theorie besagt, dass Feen Götter und Helden seien, an die das Volk nicht länger glaubt, bzw. die von einer anderen Götter- und Heroenwelt verdrängt worden sind. So wurde aus der Königin Medb, der Heldin eines irischen Epos, in späterer Zeit die Königin des Feenlandes.

Auch glaubte man daran, dass Feen personifizierte, alte und primitive Naturgeister seien.

Auf einer gewissen Entwicklungsstufe glaubten Menschen, dass jedes Objekt eine geistige und physikalische Natur habe. Ein Baumgeist wurde gemäß dieser Theorie zu einer Dryade anthropomorphiert, aus einem Wassergeist wurde eine Undine, aus dem Geist des Hügels wurde der Hügel, der von Feen bewohnt wird.

Auch hört man immer wieder, dass Feen gefallene Engel seien, die nicht sooo gut waren, dass Gott sie errettete, aber auch nicht so schlecht, um der ewigen Verdammnis anheimzufallen.

Doch egal, welche Erlärung man über ihren Ursprung bevorzugt, so kann man ziemlich genaue Aussagen über sie machen:

Feen sind leicht beleidigt. Am besten spricht man gar nicht über sie, und wenn, tut man gut daran, sie "die Adligen" zu nennen oder "daoine maithe", was etwa bedeutet: die guten Leute/das gute Volk.
Wer sich mit Feen gut stellt, kann sich durch sie viel Ärger vom Hals halten, um sie freundlich zu stimmen, sollte man immer über Nacht ein Schälchen Milch auf das Fensterbrett stellen.
Die Feen haben drei grosse Feste im Jahr: die Mainacht, die Mittsommer-Nacht und die November-Nacht. Alle sieben Jahre in der Mainacht kämpfen sie um die Ernte. Der Preis für den Sieger besteht in der Kornähre mit den meisten Körnern. Diese Gefechte können verbissen geführt werden, dass dabei ganze Dächer in Stücke gehen.

Kommt man Feen zu nahe, so lösen sie sich in einem Windwirbel auf. Wenn in Irland die Leute auf dem Land solche kleinen Böen und Wirbel sehen, die Staub und Strohhalme in die Luft reißen, nehmen sie ihre Mützen ab und murmeln: " God bless them " ( Gott segne sie, nämlich die Feen )

In der Mittsommer-Nacht werden in Irland auf Bergen und Höhenzügen zu Ehren des Hl. Johannes Feuer angezündet. Dann, so sagt man, kommen die Feen, tanzen mit ums Feuer und versuchen sie schönsten Mädchen als Bräute zu entführen. Eine Feengeliebte andererseits ist eine Feenfrau, die zu Sterblichen kommt. Sie ist schön, aber gefährlich. Man darf sie nicht schlagen, sonst wird sie zu ihrem Volk zurücklaufen und ihre Aussteuer, das "Feenvieh" und die Kinder mitnehmen. Oft verlangt sie das Versprechen, niemandem etwas von ihrer Herkunft aus dem Feenland zu sagen .

Irische Ehefrauen hatten manchmal auch Ehemänner, die von den Feen kamen. In Schottland half die Feenfrau ihrem Ehemann oft mit ihrem Künsten. Sie konnten die Zukunft vorhersagen. Sie wußte, wann der Mann sterben würde oder wen er nach ihrem Tod heiratete. Solange die Verbindung dauerte, war sie meistens sehr eifersüchtig. Schönen Feenfrauen wurde nachgesagt, die würden Babies stehlen, um so die Rasse des Feenvolkes zu stärken.

In der Novembernacht ( Halloween, d.h. Allerheiligen ) geht es düsterer bei den Feen zu. In dieser Nacht tanzen die Feen mit den Geistern, der Pooka ist unterwegs, Hexen werfen ihren Zauber. Mädchen decken einen Tisch im Namen des Teufels. Damit soll das Bild des zukünftigen Ehemannes beschworen werden, dessen Geist, angelockt von den Speisen, sich draußen an der Fensterscheibe zeigte. Nach Allerheiligen darf man keine Brombeeren mehr essen, denn der Pooka hat sie verdorben.

Wenn Feen böse auf Menschen sind, werfen sie Pfeile, und wen sie treffen, ob Mensch oder Vieh, der wird gelähmt.
Wenn Feen lustig sind, singen sie. Manch armes Mädchen, dass ihrem Gesang gelauscht hat, ist vor Sehnsucht gestorben. Viele der ganz alten Lieder Irlands sind Feenmusik und nur zu den Menschen gelangt, weil diese die Feen belauschten.

Doch Feen sollen auch sterben können. Der Dichter Blake sah angeblich ein Feenbegräbnis und immer wieder werden Stimmen laut, dass das Summen und Sirren der Hochspannungsleitungen an dem Sterben der grünen Kreaturen schuld sei.

 

Seelen der Natur: Die zarten FeenEs gibt gute und böse Feen unter den Naturgeistern. Feen werden oft mit Elfen verwechselt, obwohl sie sich von diesen sowohl in der Größe, als auch im Charakter, als auch im Aussehen unterscheiden. Feen sind in der Regel nur etwa halb so groß wie Menschen und Elfen. Sie sind immer weiblichen Geschlechts und haben meist wunderschöne Stimmen.   Feen sind nicht immer nett  Feen können gegenüber den Menschen sowohl hinterlistig als auch freundlich sein. Auf jeden Fall sollte man sich keinesfalls auf sie verlassen, wenn es um eine langfristige Hilfsaktion geht, denn Feen verlieren leicht das Interesse an einer Sache. Feen stehen in enger Beziehung zum Schicksal der Menschen. Sie sind im Stande, hellzusehen, und weissagen gerne ungefragt den Eltern von neugeborenen Kindern deren Zukunft. Wenn man es sich mit ihnen verscherzt hat, können sie Flüche ausstoßen und einem Menschen oder Gegenstand langhaftende Verwünschungen anhängen. Der Umgang mit Feen ist immer mit besonderer Vorsicht zu genießen: Auf Höflichkeit legen Feen besonderen Wert. Ein Wort des Dankes sollte man also nie vergessen.

 

           

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