Nixen

Wesen mit einem kaum fassbaren Bild. Die Nixen, sehr oft liebreizend und wunderschön dargestellt, besitzen in Wirklichkeit viele verschiedene Züge. Diese Wassergeister haben die Möglichkeit ihr Aussehen nach belieben zu ändern.Doch ncht nur das, auch ihr Charakter ändert sich nach ihrem Verlangen. Mal verführerisch und mal bösartig und gefährlich. Das Wort nihhus oder nicchus tauchte das erste Mal Ende des 10. Jahrhunderts auf, und bezeichnete damals eine Wassergottheit mit dämonischen Zügen auf. Nach altem Glauben meiden die Nixen das Zusammentreffen mit den Menschen, fordern allerdings alljährlich ein Menschenopfer. Aus diesem grunde locken sie eine nichtsahnende Seele ins Wasser und ertränken sie. Der Glaube ging auch davon aus, daß ein Kind mit einem zu groß geborenen Kopf (*Wasserkopf*) von den Nixen verhext worden sei.


Gestalt...??
Die Nixe als wunderschöne Frau mit goldenen langen Haaren und einem Fischschwanz fand seinen Ursprung in der Romantik. Sie wirkt dadurch viel freundlicher, reizender und überaus verführerisch. Der Nix hingegen, ihr männlicher Gegenpart schreckt schon mehr. Er kann als Pferd auftreten oder in jegliche andere Form menschlichen und tierischen Ursprungs, bis hin zum Ungeheuer. Sein Wesen soll von übelster Hinterhalt und Falschheit geprägt sein. Aus Thüringen stammt diese alte Beschreibung: "Der Nix erscheint gewöhnlich als ein kleiner , freundlicher Knabe im grünen oder roten Röckchen, mit hellfunkelnden Augen und oft mit langen grünem Haar und grünen Zähnen. Bisweilen aber gleicht er einem erwachsenen Manne, hat ein altes tückisches Gesicht und Krallen an den Händen. Er wohnt mit Frau und Kindern auf dem Grunde der Flüsse und seen, einzelne Nixe hausen auch in Brunnen. Wo ganze Familien zusammen sind, führen sie Wirtschaft wie die Menschen; in benachbarten Städten kaufen sie ein, was sie bedürfen."
Zu der Gattung der Nixen zählen alle Meergeister wie Wassermann,Nymphe,Undine, Seejungfrau usw. Doch es gibt auch andere Sagen... so seien die Nixen gute Wesen die Menschen retten. Man erkenne sie daran, daß wenn sie versteckt als Mensch auftauchen ihr Rocksaum immer nass ist und sie kleine Scwimmhäute zwischen den Fingern haben. Oft steigen sie auch in der Gestalt von Robben oder kleinen, hornlosen Kühen aus dem Wasser. Jede neunte Nacht aber legen sie ihre Robbenpelze ab und tanzen als überirdisch schöne Wesen an den Uferstränden. Wem es gelingt, so ein Robbenfell an sich zu nehmen, zwingt die Meerfrau, in ihrer Menschengestalt auf dem Lande zu bleiben. Die Meerfrauen der nördlichen Meere tragen eine rote Kappe, ohne diese Kappe können sie nicht zurück in ihr Reich auf den Meeresgrund. Die Tränen der Meerfrauen versteinern zu grünen runden Kieseln, in manchen Gegenden heißen die Steine auch heute noch "Meermädchentränen". Wird eine Meerfrau mit Weihwasser getauft, so muß sie noch in der gleichen Nacht sterben.


Noch eine kleine Legende:

Die bösen Nixen

Einst lebte in Magdeburg ein schönes Fräulein, das sich mit einem Adeligen verlobt hatte. Da geschah es, daß ihr Bräutigam in die Elbeviel, wo man ihn drei Tage vergeblich suchte; darüber war die ganze Verwandtschaft in tiefer Bekümmernis. Eines Tages kam ein Schwarzkünstlerzu den Eltern der unglücklichen Braut und sagte: "Der Verlorene ist bei den Nixen in der Elbe, die ihn aber nicht lebendig loslassen wollen, es sei denn, daß sich Eure Tochter an seiner Statt von den Nixen töten lasse, oder daß er sich von seiner Braut lossage und sich einer Nixe verspreche."Die Braut war sogleich bereit, ihr Leben für den Bräutigam hinzugeben; doch willigten die Eltern nicht ein, sondern drangen in den Zauberer, daß er ihnen den vermißten schaffen solle, lebendig oder tod. Da erbat sich dieser hohen Lohn und brachte es durch seine Kunst zuwege, daß die Nixen den Bräutigam losließen. Man fand seinen Leichnam am Ufer liegen und konnte an ihm deutlich erkennen, daß ihn die Nixen erwürgt hatten.Eine der Nixen, so wird erzählt, zog die über die Elbe schwimmenden Leute hinunter und ertränkte sie. Dieselbe ließ sich von Zeit zu Zeit bei hellem Tage sehen; dann saß sie am Ufer, sonnte sich und strählte die langen, goldgeleben Haare. Oftmals versuchte man, sie zu fangen, aber sobald ihr jemand zu nahe kam, schlüpfte sie hurtig ins Wasser.Als einst die Magdeburger eine Wasserleitung aus der Elbe in die Stadt bauen wollten, ließen sie Pfähle in den Fluß einramen. Da tauchten nackte Gestalten aus dem Wasser auf, rissen alle Pfähle wieder aus und trieben es so arg, daß der ganze Bau aufgegeben werde mußte.

 

Wassergeister: Nixen und NymphenDas Wasser war immer schon von Naturgeistern bewohnt, die oft halb Mensch und halb Fisch sind. In kleinen Seen und Flüssen leben meist die Nymphen, während die Nixen das Meer bevorzugen. Das stets weibliche Meerwesen ist von blendender Schönheit und sitzt oft am Strand in der Sonne, um ihre langen, goldenen Haare zu kämmen. Nixen sind vom Bauchnabel an abwärts Fische, sie haben schöne Stimmen und singen gern.   Erlösung bei unglücklicher Liebe  Nymphen dagegen sind den Menschen ähnlicher. Sie haben keine Fischschwänze. Es gibt sie ebenfalls nur in weiblicher Gestalt. Diese Wasserwesen werden unterschieden in die Berseegnymphen (Oreaden), die Quellnymphen (Najaden), die Flussnymphen (Potameiden) und die Waldseenymphen (Dryaden). Nymphen sind schön und stehen in enger Beziehung zu den Menschen. Sie leben meist in Gruppen und lieben Musik und Tanz.   Nixen und Nymphen helfen dabei, unglückliche Liebschaften und unerfüllte Liebeswünsche zu vergessen. Wenn sie darum gebeten werden, schenken Sie dem Hilfesuchenden die Freiheit von solchen Liebesbanden und geben ihm ein unbeschwertes Leben zurück. Doch Vorsicht: Bei jungen Männern werden diese Wasserbewohnerinnen leicht übermütig, und es kann vorkommen, dass sie diese mit sich in ihr Reich nehmen, was für den Hilfesuchenden oft den Tod bedeutet.

 

 

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